Ich beobachte Frau Rieke, wie sie sich ihren Gewinnspielen hingibt — von nichts kommt nichts. Sie brütet gerade aktuell über gefühlt allen Gewinnspielen der deutschen Frauenzeitschriftenlandschaft Online, von webeins bis webzweinull, sie klickt hier, guckt dort, verschiebt Puzzle da, löst Memories auf einer anderen Seite und beantwortet Quizfragen, mal mit, mal ohne Google.
Bis sie bei Brigitte aufschlägt und ich in mich hineinkichern muss, weil ich finde, dass der Name Brigitte so gut ins Webzwonull passt wie ein Goldfisch in einen Toaster. Und wo ich schon dabei bin, mich darüber zu amüsieren, finde ich sowieso, dass Männer- und Frauenzeitschriften so grundverschieden betitelt werden. Während es bei den Frauen nur so von unmodernen Namen wimmelt, wie eben Brigitte, Anna, Lisa, Tina, Lena, Petra oder Sabrina, und sich Frau im Spiegel mit Herz ganz aktuell und neu wiederfindet, geht es bei den Männern etwas sachlicher und themenorientierter zu: “Men’s Health”, “Auto, Motor und Sport”, “Sportbild”, “Maxim”, “Kicker”, “GQ”.
Wie sähe das denn auch aus, wenn ein Mann vor dem Zeitschriftenregal stehen würde und eine Zeitschrift namens “Günther” aus dem Regal zöge? Oder “Armin”, “Kurt” und “Jochen”… Oder wie wäre es mit “Kumpel”, “Bello”, “Amigo”, “Garage und Grill”, “Mann mit Herz” oder klassisch “Freund” oder “Für Ihn”?

3 Kommentare
27. März 2008 um 22:00
Da kommen zwei Sachen zusammen:
Frauen wollen erstens eine Freundin haben, die ihnen wichtige Sachen anvertraut (ob da Diät-Tips unbedingt dazugehören…).
Zweitens muss diese Freundin einen schlimmeren Namen haben, als man selbst. In die Disco gehen Mädchen ja auch meist mit “unsüsseren” Freundinnen – dann kommen sie nämlich besser an.
Das ist die Psychologie des absoluten Schlafmangels, die aus diesen Worten spricht. :)
28. März 2008 um 9:06
Das würde ja bedeuten, dass eine Anna nie Anna liest ?!
28. März 2008 um 13:11
Ja, es sei denn “Anna” ist so richtig häßlich. :D