Ich bin ja eigentlich nicht der Siez-Typ. Ich kann das Siezen einfach nicht ab. Oft nehme ich sogar die „Ihr“-Form, ich spreche die Menschen als Team an. „Was habt Ihr denn so vom Döblin da?“ könnte eine Frage in meinem Buchladen sein.
Ein wenig befremdlich finde ich — ja, ich — es dann schon, wenn ich bereit bin rund dreitausend Euro in eine neue Küche zu investieren und ich bei meiner Entscheidung aus allen Druckbeilagen des Küchenschweden zum Thema geduzt werde. Das reibt sich. Finde ich.




2 Kommentare
12. Mai 2008 um 21:14
Aber das Siezen ist doch keine Frage des Preises, sondern der Höflichkeit. Und die sollte immer gleich sein :)
13. Mai 2008 um 7:28
Ich dachte ja bisher, es wäre eine Frage des Repekts. Und unter dem Gesichtspunkt reibt es sich :) Zumal: Es stellt einen als Kunden auf die gleiche Stufe und nicht auf die „Kunde ist König“-Ebene — vielmehr die „KundeistbesterKumpelwanngehenwirangrillen?“ – Ebene. Und die finde ich angesichts der Tatsache, dass mir mein „bester Kumpel“ soviel Geldscheine aus der Hand reißen will, unangebracht ;)