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Februar 11, 2007

Der Bundestrojaner (2)

Die mehr oder weniger gähnende Leere seines Kühlschrankes konnte Clemens nicht dabei helfen, seine erkalteten Füße in der Küche zu wärmen und sich den heißen Kaffee der zweiten Tasse über die Füße zu gießen, hätte keinen Effekt gehabt. Die Tatsache, sich kein Frühstück bereiten zu können, weil er in den vergangenen Tagen jegliche essbaren Reste [...]

Februar 6, 2007

Der Bundestrojaner (1)

Als Clemens am Morgen verschlafen und noch in T-Shirt und bequemer Pyjama-Hose in seiner Küche am Fenster sass und seine Augen zwischen Bootsequenz seines Notebooks und tröpfelnder Kaffeemaschine wechselten, da ahnte er noch nicht, was ihm heute merkwürdiges passieren sollte.

Juni 1, 2006

Die Leiche (2)

“Zeitung gelesen?“
„Ja.“
„Und?“
„Ist das der Grund Deines Anrufes?“
„Ja“, bestätigte Clemens, „bist Du bei?“
„Logisch.“

Januar 6, 2006

Über die Hose-runter Nummer

Clemens griff zum Telefon anstatt weiter auf die verkohlten Lilien zu starren.
Er wählte kurz eine Nummer aus dem Kurzrufspeicher und wartete. Es tutete. Dann wurde der Hörer auf der Gegenseite abgenommen und verschlafen murmelte es an Clemens Ohr.

„Hmmmjaaah?“
„Glawitter, bist du das?“
„Ja. Denke schon. Was’n los?“
„Gib mir mal Genovese.“
„Ich guck erstmal, ob der schon wach ist.“
„Mach [...]

Januar 4, 2006

Clementia dementia

„Clementia dementia“, dachte sich Clemens, „so könnte sie doch heißen“. Er stocherte mit der Glut seiner Zigarette in der Lilienblüte herum und zündelte an den orangefarbenen Staubbeuteln herum. Der dabei aufsteigende Qualm roch schrecklich. Clemens störte das wenig. Er sah sich gelangweilt die verbrannten Stellen an, musterte genau, wie der Blütenstaub auf seiner Glut verkohlte [...]

November 8, 2005

TODO-Listen für bescheurte Tage

[...] Clemens schaute aus dem Fenster. Das Wetter war trist, grau in grau. Würde er rastlos draußen herumlaufen, er war sich sicher, das umgebende Grau würde ihn mit seinen nassen Fingern andauernd erfassen und berühren. Neben ihm dampfte sein heisser Tee und hauchte die kalte Glasscheibe seines Fensters an. Eigentlich hätte er arbeiten müssen, obwohl [...]

August 14, 2005

Von Kapitän Ahab

[...] Clemens setzte sich wieder auf die Couch. Und auch wenn er gerade vor wenigen Minuten fest davon überzeugt gewesen war, er würde sich mittels Maßband die beste Position in seiner Wohnung suchen, an der er nicht vom Blitz getroffen werden konnte, griff Clemens instinktiv wieder zu seinen Kopfhörern, die mit seiner Stereoanlage verbunden waren, [...]

August 13, 2005

Das Gewitter im Klo

[...] Es wetterleuchtete am Häuserhorizont. Darauf hatte Clemens eigentlich nur gewartet. Die Hitze des Tages hatte sich auf einen Höhepunkt gesteigert, der fern einer angenehmen Temperatur lag, alleine im Wohnzimmer schwitzte das Thermometer von Clemens um die 28°. Abends. Clemens stand an seinem geöffneten Fenster und sah über den Häuserhorizont hinweg, genoss die Windböen, die [...]

Juni 29, 2005

Gekickert

[...] Zehn Punkte rückwärts auf Null stellen. Der Rasen ist grün, die Mannschaft blau, der Ball ist rund und aus Kork. Anstoß. Der Ball versenkt sich in die Einwurfmulde an der Seite des Tisches, fällt in das mit Spannung geladene Spielgeschehen. ‘Rumms’, eine kräftige Bewegung aus dem Handgelenk und der Ball schießt hart von den [...]

Mai 15, 2005

Der Anrufbeantworter

[...] Man konnte sich auch jeden Mist zum Anlass nehmen und sich die ganze Zeit darüber den Kopf zerbrechen, von dem man wusste dass es Mist war. Gerade weil man aber eher bedacht war, sich das als “Unmöglich” darzustellen, als geistigen “Dünnpfiff”, um so tatsächlich fassbarer wurden ganze Gedankenmodelle.